Hundehaftpflicht

Brauche ich wirklich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Zu den wichtigsten privaten Versicherungen gehört die Haftpflichtversicherung. Und zu den wichtigsten Versicherungen für den Hundefreund und –halter gehört die Hundehaftpflichtversicherung. Für die so genannten Kampf- oder Listenhunde ist diese Versicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Und immer mehr Bundesländer in Deutschland verlangen auch eine Hundehaftpflichtversicherung für alle anderen Hunderassen. Damit sollen aber nicht nur die Halter getriezt werden, sondern in erster Linie geht es darum, Geschädigte und Halter zu schützen.

Bereits ab 3,89 €/Monat* versichert sein!
Direkt, kostenlos und unverbindlich vergleichen!

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Warum brauche ich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Jeder Hundehalter ist für seinen vierbeinigen Freund verantwortlich. Richtet dieser einen Schaden an, muss der Halter dafür haften. Man spricht dabei von der Gefährdungshaftung. Ob die Kosten für die Reinigung der Kleidung einer Person, die der Hund übermütig und freudig angesprungen hat, der Ersatz für die teure Vase, die beim Toben zu Bruch ging oder sogar Kosten für die medizinische Versorgung und den Blechschaden nach einem Unfall, der durch den Hund verursacht wurde – der Halter muss haften.

Gerade bei Verkehrsunfällen kommt es häufig zu Personenschäden. Dann sind nicht nur die Kosten für die medizinische Versorgung und einen eventuellen Verdienstausfall zu tragen, sondern unter Umständen muss der Geschädigte ein Leben lang finanziell unterstützt werden. Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt diese Haftung und bewahrt den Halter damit vor hohen finanziellen Belastungen, die ihn sogar in den Ruin treiben können.

Mit der Hundehaftpflicht vorsorgen

Hunde sind nun einmal Tiere und unberechenbar, selbst wenn sie ordentlich beaufsichtigt werden. Der Halter eines Hundes handelt ohne eine Hundehaftpflicht nicht nur sich selbst gegenüber unverantwortlich, sondern auch gegenüber anderen. Eine Verkehrssicherungspflicht kommt dem Tierhalter zu. Das heißt, wer Tiere hält, eröffnet damit ein Risiko und muss Sorge tragen, dass Dritte dadurch nicht von Schäden betroffen werden. Dabei kommt es nicht auf ein verschuldetes Verhalten des Tierhalters an. Es liegt hierbei eine Gefährdungshaftung vor, wie sie genauso beim Betreiben eines Kraftfahrzeuges besteht. Die Verantwortung wird schon allein durch die Tierhaltung begründet.

Die Hundehaftpflicht ist ein absolutes Muss für jeden Halter eines oder mehrerer Hunde, um nicht Gefahr zu laufen, sich und auch andere zeitlebens in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben. Ist ein Hundehalter nicht versichert, muss er persönlich und privat für alle durch den Hund entstandenen Schäden aufkommen. Dabei kann er komplett ruiniert werden. Die Kosten für eine Hundehaftpflicht sind minimal im Vergleich zum möglichen Risiko. Verantwortungslos handeln Hundehalter, die nach der Devise leben, dass nichts passieren wird. Ein Hund ist und bleibt nun einmal ein Tier und ist unberechenbar.

Was ist eigentlich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Eine der häufigsten Fragen, die gestellt werden, ist, was eigentlich eine Hundehaftpflicht ist und wozu diese benötigt wird. Die Hundehaftpflicht wird auch als Hundehalterhaftpflicht oder Hundehalterhaftpflichtversicherung bezeichnet, ebenso wie als Hundehaftpflichtversicherung, so dass ein und dasselbe Produkt gleich mehrere Bezeichnungen hat.

Die Hundehaftpflicht wird den Tierversicherungen zugeordnet und schützt den Hundehalter vor der Inanspruchnahme durch dritte Personen infolge eines

  • Vermögens-,
  • Sach- oder
  • Personenschadens,

der durch den Hund verursacht wurde. In der privaten Haftpflichtversicherung ist eine Tierversicherung nicht enthalten, die ein besonderer Fall der Haftpflicht ist. Tierhalter, insbesondere die von Hunden und Pferden, müssen das zusätzlich entstehende Risiko, das durch die Tierhaltung besteht, gesondert absichern.

Wer ist in der Hundehaftpflicht versichert?

In der Hundehaftpflichtversicherung ist der Hund, der namentlich benannt werden muss, der Halter des Hundes und gelegentliche Betreuungspersonen des Hundes versichert. Ausgenommen davon sind jedoch gewerbliche Hundesitter, die eine eigene Tierversicherung abschließen müssen. Die Hundehaftpflicht ist zwar nicht in jedem Bundesland von Deutschland Pflicht, da es unterschiedliche Regelungen gibt und diese Art der Gesetzgebung den Ländern vorbehalten ist. Doch inzwischen ziehen immer mehr Bundesländer diese Versicherung in Betracht und es wird gesetzlich vorgeschrieben, diese abzuschließen. Für jeden Hundehalter ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung zu empfehlen.

Tierhalterhaftung, Gefährdungshaftung und Co. – Was ist wie geregelt?

Die Schadenersatzpflicht für Tierhalter wird der allgemeinen Tierhalterhaftung zugeordnet und ist im Paragrafen 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Als Tierhalter gilt derjenige, der über das Tier die Bestimmungsmacht hat und zwar aus eigenem Antrieb und nicht nur aus reinem Zufall. Ebenso kommt er für die entstehenden Kosten für das Tier auf und nimmt für sich den allgemeinen Nutzen und Wert des Tieres in Anspruch. Dazu zählt gleichermaßen, dass der Tierhalter die Gefahr des Verlustes trägt. Für ein und dasselbe Tier können auch mehrere Personen Tierhalter sein

Die Gefährdungshaftung

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann wird in diesem Fall von der so genannten Gefährdungshaftung gesprochen. Das heißt, der Tierhalter steht unabhängig vom eigenen Verschulden in der Pflicht, angerichtete Schäden durch das Tier zu ersetzen, die einer anderen Person an deren Gesundheit, Körper oder auch Eigentum entstanden ist.

Als Grund für die Gefährdungshaftung gilt das tierische Verhalten, das unberechenbar ist und das somit hervorgerufene Gefährden von Rechtsgütern Dritter. Jedoch muss nicht nur die Gefährdungshaftung rechtlich gewürdigt werden, sondern genauso vom Geschädigten ein eventuell verursachtes Mitverschulden. Sollte der Geschädigte mit schuld sein, so kann ein Teil des Schadens ebenso auf ihn übertragen werden. In besonders schwerwiegenden Fällen kann es sogar vorkommen, dass er für den kompletten Schaden selbst aufkommen muss.

Komplett alle durch das Tier verursachten Schäden umfasst die Schadensersatzpflicht des Tierhalters. Dazu zählt gleichermaßen der Anspruch auf Schmerzensgeld. Grundsätzlich ist es möglich im Vertrag einen Haftungsausschluss zu vereinbaren.

Wann die Gefährdungshaftung Gültigkeit hat und wann nicht

Nur für die Haltung der so genannten Luxustiere ist die Gefährdungshaftung gültig. Anders sieht es bei den Nutztieren aus. Ein Nutztier ist ein Haustier, welches zum

  • Unterhalt,
  • Erwerbstätigkeit oder dem
  • Beruf

des Tierhalters dient. Für Nutztiere muss der Tierhalter nicht für Schäden haften, sofern die Beaufsichtigung sorgfältig erfolgt oder beim Wahrnehmen der Sorgfaltspflicht kein Schaden zustande gekommen wäre. Diese Ausnahmeregelung kommt insbesondere bei

  • Blindenhunden,
  • Hütehunden,
  • Polizeihunden und
  • Jagdhunden von Förstern

zum Tragen.

In welchen Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht Pflicht?

In einigen Bundesländern ist es Pflicht, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen und in anderen wiederum nicht. Die Versicherungspflicht ist abhängig davon, in welchem Bundesland sich der Wohnort des Hundehalters befindet. Ebenfalls ist meistens ein Erkennungschip vonnöten. Mit diesem kann der Hund eindeutig identifiziert werden. Durch die Anmeldung, zum Beispiel bei Tasso oder dem Haustierregister, werden zusätzliche  alle Daten des Hundes sowie des Halters vermerkt. Ist ein Hund als Kampfhund bzw. Listenhund eingestuft, so besteht eine Hundeversicherungspflicht. Außerdem muss der Halter noch eine Sachkundeprüfung und ein Führungszeugnis nachweisen. In welchem Bundesland eine Versicherungspflicht besteht, zeigt folgende Auflistung:

  • Baden-Württemberg: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde
  • Bayern: Pflicht für gefährliche und auffällige Hunde
  • Berlin: seit 01.01.2011 für alle Hunde
  • Brandenburg: Versicherungspflicht besteht
  • Hamburg: Zusätzlich zur Hundehaftpflichtversicherung wird eine Anmeldung im Hunderegister verlangt
  • Hessen: Lediglich für Kampfhunde
  • Niedersachsen: seit 01.07.2011 für alle Hunde
  • Nordrhein-Westfalen: Für Hunde mit einem Gewicht von über 20 Kilogramm und Körpergröße über 40 Zentimeter
  • Rheinland-Pfalz: Lediglich für gefährliche Hunde und Kampfhunde aufgrund von Vorfällen
  • Sachsen: Lediglich für eventuell gefährliche Hunde
  • Sachsen-Anhalt: Lediglich für Kampfhunde
  • Schleswig-Holstein: Lediglich für Kampfhunde
  • Thüringen: seit 01.09.2011 für alle Hunde

Jeder Hundehalter sollte zumindest eine Hundehaftpflichtversicherung in Erwägung ziehen, auch wenn diese im eigenen Bundesland nicht vorgeschrieben ist. Verursacht ein Hund einen Schaden an Dritten, so muss der Halter des Tieres für diesen gerade stehen.

Was gibt es sonst noch für Hundeverordnungen?

Die Hundeverordnungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. In vielen Bundesländern kann die Pflicht für Leine und Maulkorb bei den so genannten Listenhunden durch eine Überprüfung aufgehoben werden. Zum Teil wurden sogar Zuchtverbote für Listenhunde erlassen und für bestimmte Rassen gilt in ganz Deutschland ebenso ein Einfuhrverbot. In Einzelfällen kann vom Hundehalter ein Nachweis der Ungefährlichkeit des Tieres erbracht werden, so dass dieser nicht mehr als „gefährlicher Hund“ eingeordnet wird. Aber nicht nur die so genannten Listenhunde können als „gefährlicher Hund“ eingestuft werden, sondern auch Hunde, unabhängig ihrer Rasse, die eine Gefährlichkeit oder Aggressivität an den Tag legen.

Leinenzwang in vielen Kommunen

In Parks und Grünanlagen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, dürfen Hunde in vielen Kommunen nur an der Leine geführt werden. Allerdings bieten einige Kommunen ihren Hundebesitzern und ihren Vierbeinern in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten die Möglichkeit, ihre Hunde unangeleint laufen zu lassen.

In manchen Kommunen ist sogar die Länge der Hundeleine vorgeschrieben, die im öffentlichen Raum nicht mehr als zwei Meter betragen darf. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufsstraßen, Menschenansammlungen und Co. darf die Leine lediglich eine Länge von einem Meter aufweisen.

Wer gegen diese Regelungen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Folge sind Geldbußen, die bis zu 50.000 Euro erhoben werden können. In der Regel gibt es jedoch keinen festen Katalog für dieses Bußgeld. Ordnungs- oder Veterinärämter führen Kontrollen durch, wie Überwachung von Parkanlagen, Beseitigung des Hundekots und dergleichen mehr.

Wer ist in der Hundehaftpflicht der Versicherungsnehmer?

In der Hundehaftpflichtversicherung muss natürlich ein Versicherungsnehmer benannt werden und das ist in aller Regel der Hundehalter. Er wird in den meisten Fällen auch für die Kosten des Vertrags aufkommen. Der Versicherungsnehmer steht dabei in einer klaren Rechtsposition. Daraus ergeben sich einige konkrete Verpflichtungen, wie

  • die Zahlung der Beiträge an den Versicherer,
  • die Betroffenheit von der versicherten Gefahr,
  • die Einhaltung der vertraglichen Obliegenheiten zu gewährleisten.

Außerdem hat der Versicherungsnehmer gewisse Rechte, zu denen unter anderem folgende zählen:

  • Recht auf Erhalt der Versicherungsleistungen,
  • Recht auf Begünstigung, falls Leistungen an Dritte gezahlt werden (Haftpflichtschaden – Versicherungsnehmer wird von der Haftpflicht befreit),
  • Recht auf die Ausübung der Gestaltungsrechte im Vertrag (Kündigung, Vertragsänderung usw.).

Welche weiteren Versicherungsnehmer gibt es noch?

Der Versicherungsnehmer ist in aller Regel gleichzusetzen mit der versicherten Person. Allerdings kann er ebenfalls eine andere Person als bezugsberechtigt einsetzen, den Vertrag abtreten oder verpfänden. Letzteres spielt allerdings in der Hundehaftpflichtversicherung keine Rolle.

Im Vertrag sollte zudem eindeutig geregelt werden, dass auch dritte Personen mit versichert sind. Das heißt, dass genauso der Nachbar, der einmal mit dem Hund raus geht, abgesichert ist. Allerdings muss er dann ebenso die allgemeinen Pflichten erfüllen, wie etwa den Hund nur an der Leine zu führen.

Können der Versicherungsnehmer und der Beitragszahler verschiedene Personen sein?

In einigen Fällen kommt es vor, dass der Hundehalter zwar Versicherungsnehmer ist, die Beiträge für die Versicherung allerdings von einer dritten Person gezahlt werden. In diesem Fall ist die Versicherung davon zu unterrichten, dass jemand anderes die Beiträge überweist. Dennoch ändert sich an der Stellung des Versicherungsnehmers sonst nichts weiter.

Dementsprechend sollte also stets der Hundehalter selbst den Weg zur Versicherung suchen, da er im Fall der Fälle schadensersatzpflichtig ist. Er gilt als Vertragspartner des Versicherers, wenngleich der Hund die versicherte Sache darstellt. Der Versicherungsnehmer kann dabei stets alle Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Vertrag treffen, wie etwa die Laufzeit bestimmen.

Wie sieht die durchschnittliche Laufzeit für die Hundehaftpflicht aus?

Bei der Hundehaftpflichtversicherung können, wie bei fast jeder Versicherung, verschiedene Laufzeiten gewählt werden. Standardmäßig werden Ein-Jahres-Verträge angeboten. Aber auch die Bindung für drei, fünf oder zehn Jahre ist möglich. Hier sollten Versicherte über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Laufzeiten informiert sein.

Ein-Jahres-Vertrag

Der Ein-Jahres-Vertrag bietet die bestmögliche Flexibilität, da man mit diesem nicht langfristig an den Versicherer gebunden ist. Der Jahresvertrag kann jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Sollte diese Kündigung vom Versicherungsnehmer nicht ausgesprochen werden, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Dann kann eine ordentliche Kündigung wiederum erst zum Ende der neuen Vertragslaufzeit ausgesprochen werden.

Drei-, Fünf- und Zehn-Jahres-Verträge

Anders sehen die Regelungen bei Verträgen mit mehreren Jahren Laufzeit aus. Diese können ebenfalls fristgemäß zum Ablauf des Vertrages gekündigt werden, wobei auch hier eine dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten ist.

Besonderheiten gelten bei den Fünf- und Zehn-Jahres-Verträgen. Diese sind erstmals zum Ende des dritten Versicherungsjahres mit drei Monaten Kündigungsfrist zu kündigen. Danach können sie zum Ende jedes weiteren Jahres mit der gleichen Kündigungsfrist gekündigt werden. Sollte eine Kündigung nicht erfolgen, werden diese Verträge ebenfalls automatisch verlängert, in aller Regel aber nur um ein Jahr.

Für Hundehalter gilt: Je länger die grundlegende Vertragslaufzeit gewählt wird, desto günstiger können die Beiträge für die Hundehaftpflichtversicherung ausfallen. Die Gesellschaften profitieren davon, dass sie Kunden lange an sich binden und ermöglichen deshalb Rabatte.

Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Hundehaftpflicht sein?

Wer auf der Suche nach einer Hundehaftpflichtversicherung ist, sollte in jedem Fall einen Vergleich durchführen. Dabei sind aber nicht nur die zu zahlenden Beiträge zu berücksichtigen, sondern sollte ebenso besonderes Augenmerk auf die Deckungssumme gelegt werden. Pauschal werden für Personen- und Sachschäden Deckungssummen von einer, drei, fünf oder gar zehn Millionen Euro angeboten.

Dabei gilt: Je höher die Deckungssumme, desto höher fällt oft auch der zu entrichtende Beitrag aus. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn im Ernstfall drohen immense Forderungen.  Mindestens drei, besser jedoch fünf Millionen Euro Deckungssumme sollte man bei der Hundehaftpflichtversicherung auf jeden Fall abschließen. Die Mehrkosten sind vergleichsweise gering, wenn man bedenkt, wie viel mehr an Leistung im Fall der Fälle vorhanden ist.

Deckungssummen für Mietsachschäden

Viele Hunde nagen gerade im Welpenalter gerne an Möbeln und Co. Sie machen dabei auch vor fest eingebauten Gegenständen, wie etwa der Einbauküche oder dem Einbauschrank nicht Halt. Das sind enorme Schäden, die dann entstehen können, gerade in einer Mietwohnung. Diese Mietsachschäden sollten deshalb in einer guten Hundehaftpflichtversicherung in jedem Fall mit abgedeckt sein.

Viele Hunde nagen gerade im Welpenalter gerne an Möbeln und Co. Sie machen dabei auch vor fest eingebauten Gegenständen, wie etwa der Einbauküche oder dem Einbauschrank nicht Halt. Das sind enorme Schäden, die dann entstehen können, gerade in einer Mietwohnung. Diese Mietsachschäden sollten deshalb in einer guten Hundehaftpflichtversicherung in jedem Fall mit abgedeckt sein.

Gesetzliche Regelungen beachten

Da die Hundehaftpflichtversicherung in einigen Bundesländern bereits verpflichtend abgeschlossen werden muss, sollte man sich die Gesetzeslage sehr genau ansehen. Je nach Hundeverordnung des Landes werden nämlich sogar Mindestdeckungssummen vorgeschrieben, die nicht unterschritten werden dürfen. Ist der falsche Vertrag mit einer zu geringen Deckungssumme erst einmal abgeschlossen, ist es meist schon zu spät. Deshalb sollten Hundehalter im Voraus überprüfen, welche Regelungen sie konkret einhalten müssen.

Was sind Sachschäden, was sind Personenschäden und Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?

Sachschäden dienen als Sammelbegriff für alle Schäden, die an Sachen entstanden sind, die wiederum Dritten gehören. Dazu gehören alle Gegenstände, die durch äußere Einflüsse zerstört werden. Hundehalter müssen den Schaden an einem Gegenstand, der durch ihren Hund zu Schaden gekommen ist, ersetzen.

Im Bereich der Sachschäden gibt es in der Hundehaftpflichtversicherung übrigens keine Mindestdeckungssumme, stattdessen kann diese frei gewählt werden. Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass eine Absicherung in Höhe von mindestens drei Millionen Euro für Sachschäden zu empfehlen ist.

Die Hundehaftpflicht kommt dabei jedoch nur für Sachschäden am Eigentum Dritter auf, nicht jedoch für Schäden am Eigentum des Halters oder dessen Angehörigen.

Beispielfälle aus der Praxis

Um die trockene Theorie besser verstehen zu können, sollen veranschaulichend einige Beispiele, die so oder ähnlich sicher jedem Hundehalter bekannt sind, dargestellt werden:

  1. Die kaputte Vase

Hund Carlo stürmt freudig auf die netten Bekannten von Herrchen und Frauchen zu. Dabei bleibt er kurz am Beistelltisch hängen, bringt diesen zum Wackeln und die teure Vase darauf fällt herunter und zerbricht. Das ist ein typischer Schaden für die Hundehaftpflichtversicherung, den diese jederzeit übernimmt.

  1. Die kaputte Kaffeekanne

Das gleiche Szenario spielt sich bei Hund Carlo zu Hause ab. Als Herrchen nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, freut sich Carlo und will ihn begrüßen. Dabei reißt er den kleinen Esstisch samt Kaffeekanne um, die zerbricht. Die Hundehaftpflicht muss jetzt nicht zahlen, da es sich um einen Sachschaden am Eigentum des Halters handelt.

  1. Der Verkehrsunfall

Hund Maxi geht mit Herrchen spazieren, dabei darf er in der ausgewiesenen Freilauffläche ohne Leine laufen. Als er auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Katze entlang schlendern sieht, stürmt er über die Straße. Just in diesem Moment kommt ein Auto, das dem Hund ausweicht und dabei in ein parkendes Fahrzeug fährt. Es kommt nicht zu Personenschäden, die Sachschäden an den beiden Fahrzeugen trägt jedoch die Hundehaftpflichtversicherung.

Was sind Personenschäden in der Hundehaftpflicht?

Als Personenschäden werden alle Schäden bezeichnet, die einer Person aufgrund äußerer Einflüsse oder eines Unfalls entstehen. Dabei müssen dann nicht nur medizinische Versorgungsmaßnahmen der geschädigten Person vom Hundehalter getragen werden, da dieser haftpflichtig ist. Auch eventuelle Verdienstausfälle müssen bezahlt werden, und das unter Umständen ein Leben lang.

Auch hier gilt, dass das Gesetz keine Mindestdeckungssummen vorschreibt. Allerdings gehen gerade Personenschäden sehr stark ins Geld, so dass hier eine Mindestdeckungssumme von drei, besser fünf Millionen Euro vereinbart werden sollte.

Beispiele für Personenschäden

Die trockene Theorie ist natürlich nur schwerlich zu verstehen. Deshalb sollen folgende Beispielfälle aus der Praxis veranschaulichen, warum eine ausreichende Deckung gegen Personenschäden unbedingt erforderlich ist.

  • Radfahrer stürzt:
    Nichts Böses ahnend geht Herrchen mit Hund Bonjo spazieren. Im Wald wirft er ihm Stöckchen hier und dort entlang. Dabei übersieht er den heran nahenden Radfahrer, der nicht mehr ausweichen kann, als Bonjo vor sein Rad läuft. Der Radfahrer stürzt und zieht sich kleinere Blessuren zu, die aber ärztlich behandelt werden müssen. Folgeschäden entstehen nicht. Die Kosten für die ärztliche Behandlung muss Bonjos Herrchen tragen. Da er aber eine Hundehaftpflicht hat, bleibt er schadlos, die Versicherung zahlt den Schaden.
  • Verkehrsunfall als Klassiker:
    Klassiker unter den Beispielen ist ein Verkehrsunfall. Während Frauchen ausgelassen mit Hündin Biene spielt, dabei kurz das Umfeld aus den Augen verliert, sieht Biene auf der anderen Straßenseite einen Hasen entlang hoppeln. Sofort wird der Jagdtrieb geweckt, Biene läuft über die Straße, an Gehorsam ist nicht mehr zu denken. In diesem Moment kommt ein Auto, das Biene ausweicht. Dabei stößt es mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Beide Fahrer sind verletzt, einer von ihnen wird dauerhaft seinem Beruf nicht mehr nachgehen können. Jetzt muss die Versicherung nicht nur die ärztliche Versorgung der beiden Fahrer bezahlen, sondern ebenso den Verdienstausfall.

Beispiel Verdienstausfall: Und das kann richtig ins Geld gehen. Beispielhaft gehen wir von einem 30-jährigen Fahrer aus, der noch 37 Jahre arbeiten muss. In seinem bisherigen Job, den er nicht mehr ausüben kann, erhielt er ein Nettogehalt von 2.000 Euro pro Monat. Einen neuen Job findet er ein Jahr später, verdient dort jedoch nur noch 1.500 Euro pro Monat. Dann fallen folgende Kosten an:

2.000 Euro mal 12 Monate (1 Jahr kompletter Verdienstausfall) =24.000 Euro
500 Euro mal 12 Monate mal 36 Jahre (Verdienstausfall bis zur Rente) = 216.000 Euro

Insgesamt würden hier nur vom Verdienstausfall 240.000 Euro Kosten entstehen. Hinzu kommen noch Ansprüche aufgrund der verringerten Rentenzahlung und die ärztliche Versorgung. Da wird schnell deutlich, dass nur sehr hohe Deckungssummen für Personenschäden Sinn machen.

Was sind Vermögensschäden in der Hundehaftpflicht?

Auch die Vermögensschäden sollten in der Hundehaftpflichtversicherung unbedingt mit eingerechnet werden. Dabei ist zwischen den echten und unechten Vermögensschäden zu unterscheiden. Echte Vermögensschäden liegen vor, wenn der Schaden am Vermögen einer dritten Person ohne Zusammenhang mit einem anderen Schaden entsteht. Unechte Vermögensschäden entstehen zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Personenschaden.

Der unechte Vermögensschaden – ein Beispiel

Geht man von einem unechten Vermögensschaden aus, so kann man einen Unfall mit anschließender längerfristiger Erkrankung als Beispiel nennen. Der Hund, der auf dem Waldspaziergang den Radfahrer zu Fall bringt, ist ein klassisches Beispiel. Der Radfahrer bricht sich zum Beispiel das Bein und muss infolgedessen für acht Wochen krankgeschrieben werden. Da er nur sechs Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber bekommt, entsteht ihm für zwei Wochen ein unechter Vermögensschaden. Diesen muss der Hundehalter ebenso ausgleichen, wie die Kosten für die ärztliche Behandlung.

Hat er eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen, übernimmt sie den Schaden. Sie prüft auch, ob die Forderungen gerechtfertigt sind. Bei ungerechtfertigten Ansprüchen werden diese, notfalls sogar vor Gericht, abgewiesen. Sollte der geschädigte Radfahrer aufgrund der langen Krankheit auch seinen Job verlieren, so muss ihm dafür ebenfalls der entstandene Schaden ausgeglichen werden.

Der echte Vermögensschaden – ein Beispiel

Die zweite Variante sind echte Vermögensschäden. Sie entstehen, ohne dass zuvor ein anderer Schaden entstanden ist. Als Beispiel ist hier der vor dem Geschäft angeleinte Hund zu nennen. Dieser knurrt und bellt die Passanten rigoros an. Einige Passanten fürchten sich vor dem angebundenen Hund, obwohl es nicht zu einem Schaden kommt. Sie vermeiden es dann lieber, das Geschäft zu betreten und dort einzukaufen.

Dem Ladeninhaber entgeht somit Umsatz und diesen entgangenen Umsatz kann er als echten Vermögensschaden vom Hundehalter zurückfordern. Auch hier kann die Hundehaftpflichtversicherung einspringen.

Wie hoch sollte die Absicherung sein?

Aufgrund der gezeigten Beispiele wird deutlich, dass beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung dringend darauf zu achten ist, dass nicht nur unechte, sondern auch echte Vermögensschäden mit abgedeckt sind. Leider gibt es hier ebenso wenig gesetzliche Vorgaben, wie bei den anderen Schadensarten. Jedoch hat es sich in der Praxis bewährt, einen Versicherungsschutz von mindestens 250.000 Euro für Vermögensschäden zu vereinbaren.

Welche Schäden sind in der Hundehaftpflicht nicht mit abgedeckt?

Die Hundehaftpflichtversicherung ist zweifellos die wichtigste Versicherung, die man für den treuen, vierbeinigen Gefährten abschließen kann. Damit fühlen sich Hundehalter rundum sicher. Doch ist dieses Sicherheitsgefühl nicht mitunter trügerisch? Es gibt durchaus Fälle, in denen die Hundehaftpflicht grundsätzlich nicht leistet. Das ist etwa bei

  • Pflichtverletzungen,
  • Vorsatz und
  • grober Fahrlässigkeit

der Fall.

Wer einen Hund hält, muss diesen kennen

Zunächst gilt bei den Versicherern der Grundsatz, dass jeder Hundehalter seinen Hund kennen muss. Ein Tier, das bereits mehrfach durch aggressives Verhalten auffällig geworden ist, ist an der Leine zu führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das sogar von der zuständigen Kommune oder anderen Behörden vorgeschrieben ist.

Wer sich gegen diese Vorschriften zur Wehr setzt und den Hund trotzdem frei laufen lässt, muss im Schadensfall damit rechnen, dass die Versicherung nicht zahlt. Dieser Leinenzwang kann auch grundsätzlich in der Hundehaftpflicht festgelegt sein, so dass der Hund generell nicht versichert ist, wenn er frei läuft. Die meisten Versicherer verzichten zwar auf diesen Leinenzwang, doch gibt es eben genauso Ausnahmen von der Regel.

Wer sich gegen diese Vorschriften zur Wehr setzt und den Hund trotzdem frei laufen lässt, muss im Schadensfall damit rechnen, dass die Versicherung nicht zahlt. Dieser Leinenzwang kann auch grundsätzlich in der Hundehaftpflicht festgelegt sein, so dass der Hund generell nicht versichert ist, wenn er frei läuft. Die meisten Versicherer verzichten zwar auf diesen Leinenzwang, doch gibt es eben genauso Ausnahmen von der Regel.

Mietsachschäden sind nicht immer abgedeckt

Obwohl in vielen Tarifen Mietsachschäden von Haus aus mit inkludiert sind, gibt es gleichfalls einige Versicherer, die diese von vornherein ausschließen. Entstehen dann Schäden an der Mietwohnung oder an anderen geliehenen oder gepachteten bzw. gemieteten Sachen, kommt die Hundehaftpflicht dafür nicht auf. Diese Schäden muss der Halter aus eigener Tasche bezahlen.

Weitere Leistungsausschlüsse

Der Hundehaftpflichtversicherung ist jeder etwaige Schaden anzuzeigen, unabhängig davon, ob der Geschädigte bereits Ansprüche gestellt hat oder nicht. Nur, wenn die Schadensmeldung mit einer detaillierten Beschreibung der Sachlage binnen einer Woche nach dem Vorfall an die Versicherung erfolgt, wird der Schaden auch reguliert.

Weiterhin ist es verboten, einen Schaden ohne Rücksprache mit der Versicherung anzuerkennen. Es kann nämlich durchaus sein, dass die Versicherung den Schaden abwehrt. Wer dann vorschnell seine Schuld eingestanden hat, muss den Schaden unter Umständen aus eigener Tasche zahlen.

Ebenso wenig werden von der Hundehaftpflichtversicherung die Kosten für Bußgelder oder andere Strafen übernommen. Für diese Kosten ist der Halter alleine zuständig. Somit schützt die Hundehaftpflicht nicht vor einer Verwarnung durch das Ordnungsamt, wenn der Hundekot nicht entsorgt oder der Vierbeiner in Gebieten mit Leinenzwang frei laufen gelassen wurde.

Was passiert bei grober Fahrlässigkeit?

Dass man mit einer Hundehaftpflichtversicherung rundum bestens gegen Schäden geschützt ist, die vom Hund verursacht werden, ist zweifellos korrekt. Doch die Versicherung verlangt natürlich auch, dass die Versicherten einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund pflegen. Das heißt konkret, dass ein Hundehalter, der seinen Hund ableint und ihn „einfach mal sein Ding machen lässt“ Gefahr läuft, seinen Versicherungsschutz zu verlieren.

Kann grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, die zu einem Schaden geführt hat, kann die Versicherung sich weigern, eben diesen Schaden zu übernehmen. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile auch einige Gesellschaften, die auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten. Dies bedeutet im Klartext: Kommt es zu einem Schaden, den der Hund verursacht hat, so wird nicht überprüft, ob dieser grob fahrlässig herbei geführt wurde.

Beispiele für grobe Fahrlässigkeit

Doch was heißt das im Alltag mit Hund genau? Ein paar Beispiele sollen die grobe Fahrlässigkeit verdeutlichen.

  • Ein Halter weiß genau, dass sein Hund jeden Menschen, der ihm begegnet freudig begrüßt und anspringt. Auf seinem täglichen Spazierweg lässt der Halter seinen Hund dennoch frei laufen. Dieser springt Person A freudig an und hinterlässt Dreckpfoten auf deren Kleidung, Person B blüht das gleiche Spiel, allerdings ist sie dem ungestümen Andrang nicht gewachsen, stürzt und verletzt sich. Der Schaden wurde in diesem Fall grob fahrlässig herbei geführt.
  • Ein Halter weiß, dass sein Hund aggressiv auf Artgenossen reagiert. Trotzdem geht er mit diesem auf den stark von anderen Hunden frequentierten Spazierwegen entlang, ohne seinen Hund an der Leine zu halten. Es kommt zu einer Beißerei, die aufgrund grober Fahrlässigkeit entstanden ist. Die Versicherung kann sich weigern, den Schaden (z. B. Tierarztkosten des geschädigten Hundehalters) zu übernehmen.
  • Ein Halter, dessen Hund aggressiv auf Kinder reagiert, nachdem ihn einmal ein Kind am Schwanz gezogen hat, geht bewusst mit seinem Hund am Spielplatz vorbei. Dabei hat er ihn nicht angeleint. Ein Kind findet den Hund niedlich und rennt auf ihn zu, um ihn zu streicheln. Der Hund schnappt zu – der Halter hat grob fahrlässig gehandelt. Die Versicherung kann die Schadensregulierung verweigern.

Was passiert bei Vorsatz?

Ein weiterer Fall, in dem die Hundehaftpflichtversicherung grundsätzlich nicht zahlt, ist ein vorsätzlich herbei geführter Schaden. Hier sind Schadensregulierungen grundsätzlich ausgeschlossen. Unterschieden wird dabei in den bewussten und den bedingten Vorsatz.

Als bewussten Vorsatz bezeichnet man dabei Schäden, die entstehen, weil sie ganz bewusst herbeigeführt wurden. Als bedingten Vorsatz sieht man es an, wenn Schäden zwar nicht bewusst herbeigeführt werden, deren Eintritt aber billigend in Kauf genommen wird. Dabei ist die Abgrenzung zur groben Fahrlässigkeit mitunter recht schwierig. Egal, um welche Art des Vorsatzes es sich handelt – in beiden Fällen schließt die Hundehaftpflicht die Leistungen im Schadensfall komplett aus. Das Risiko trägt somit alleine der Hundehalter.

Was sind vorsätzlich entstandene Schäden?

Da die theoretischen Grundlagen nur schwierig zu verstehen und oftmals im Beamtendeutsch verfasst sind, können viele Hundehalter damit nichts anfangen. Deshalb sollen einige Beispielfälle die vorsätzlich herbeigeführten Schäden verdeutlichen:

  • Während des Spaziergangs mit Herrchen zeigt Hund Ayko bereits aggressives Verhalten. Dieses verstärkt sich, als Ayko und Herrchen ein Spaziergänger entgegen kommt. Trotz des Drohverhaltens von Ayko (Knurren, Bellen, Kamm aufstellen usw.) leint Herrchen ihn nicht an. Es kommt, wie es kommen muss, Ayko beißt zu. Dieser Schaden wurde bedingt vorsätzlich herbeigeführt, die Versicherung muss deshalb nicht leisten.
  • Als Herrchen am Abend einem Mann begegnet ist, mit dem es zum Streit kommt, hetzt er Ayko gegen diesen auf. Mit dem Befehl „Fass“ gibt er dem Hund zu verstehen, dass er zubeißen soll. Dieser Schaden wurde dementsprechend bewusst vorsätzlich herbeigeführt. Die anfallenden Kosten und Ansprüche des Geschädigten muss Herrchen aus eigener Tasche bezahlen.

Frauchen spielt mit Hündin Bella Bällchen. Da die Nachbarskatze immer wieder auf das eigene Grundstück kommt, wirft Frauchen das Bällchen bewusst über den Zaun. Bella springt hinterher, erwischt Nachbars Katze und verletzt diese. Dieser Schaden ist ebenfalls als bedingter Vorsatz anzusehen, denn der Schaden wurde billigend in Kauf genommen. Damit ist die Hundehaftpflicht aus der Leistungspflicht heraus.

Lohnt sich die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung in der Hundehaftpflicht?

Wer sich für eine Hundehaftpflichtversicherung interessiert, sollte auch die Selbstbeteiligung beachten. Diese kann, muss aber nicht, in den Vertrag mit inkludiert werden. Sie kann in verschiedenen Höhen vereinbart werden. In der Praxis sind Selbstbeteiligungen in Höhe von

  • 150 Euro,
  • 250 Euro,
  • 300 Euro,
  • 350 Euro und
  • 500 Euro

gängig. Bei einigen Gesellschaften kann auch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 1.000 Euro gewählt werden, doch kommt dies in der Praxis kaum vor.

Vorteile bei Tarifen mit Selbstbeteiligung

Wer sich für die Selbstbeteiligung bei der Hundehaftpflicht entscheidet, erhält dafür natürlich auch Vorteile. Die Versicherer bieten meist günstigere Beiträge an. Diese sinken proportional zur Steigerung der Selbstbeteiligung. Das heißt, dass eine hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall zu einer geringen Prämie führt.

Nachteile bei Tarifen mit Selbstbeteiligung

Natürlich gehen mit der Wahl der Selbstbeteiligung genauso Nachteile einher, derer sich die Versicherten bewusst sein müssen. So muss bei jedem Schaden der Betrag in Höhe der Selbstbeteiligung aus eigener Tasche gezahlt werden. Häufen sich die Schäden, kommt hier ein stattliches Sümmchen zusammen.

Beispielfälle aus der Praxis

Um dies praktisch zu untermauern, hier einige Beispiele:

  1. Hündin Kessy läuft einem Radfahrer vors Rad.
    Dieser stürzt, dabei zerreißt seine Hose im Wert von 70 Euro. Herrchen hat einen Tarif mit Selbstbeteiligung von 150 Euro gewählt. Die 70 Euro muss er selbst zahlen.
  2. Drei Monate später verursacht Hündin Kessy einen weiteren Radunfall.
    Dieses Mal ist der Radfahrer auch selbst verletzt. Die ärztlichen Behandlungskosten belaufen sich auf 500 Euro. Herrchen muss nun einen Betrag von 150 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Den Rest übernimmt die Versicherung.
  3. Ein halbes Jahr später ist Hündin Kessy auf einem Gartenfest so stürmisch,
    dass sie die gesamten Essensvorräte vom Tisch fegt. Ein Schaden von 80 Euro entsteht. Herrchen muss 80 Euro selbst zahlen.
  4. Im Monat darauf stößt die Hündin einen Tisch bei guten Freunden von Herrchen um.
    Darauf befand sich eine 800 Euro teure Vase, die zu Bruch geht. Herrchen muss wiederum 150 Euro aus eigener Tasche zahlen.

Im Beispielfall müssen insgesamt 450 Euro alleine an Selbstbeteiligung gezahlt werden. Bei einer Versicherung ohne Selbstbeteiligung hätte sich Herrchen diese Kosten sparen können, die Beiträge für die Hundehaftpflicht wären dann zwar etwas höher gewesen, doch in der Regel nicht um 450 Euro teurer.

Was kostet die Hundehaftpflicht und wovon sind die Kosten abhängig?

Beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung spielt natürlich die finanzielle Belastung, die von dieser ausgeht, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Versicherungsbeiträge können dabei in unterschiedlichen Intervallen gezahlt werden, aber Vorsicht: Wer sich gegen die jährliche Zahlweise und für kürzere Zahlungsintervalle entscheidet, muss mit Aufschlägen rechnen.

Wovon hängt der Versicherungsbeitrag ab?

Die Höhe des Versicherungsbeitrags, auch bekannt als Prämie oder einfach Beitragszahlung, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem spielen hier Punkte, wie

  • Alter des Halters,
  • Berufsstand des Hundehalters,
  • Rasse des Hundes,
  • bereits festgestellte Auffälligkeiten des Hundes,
  • Deckungssummen der Versicherung,
  • Inkludierung besonderer Zusatzleistungen (z. B. Schutz auch bei freilaufenden Hunden)

und viele weitere eine Rolle. Das Alter des Hundehalters wirkt sich nicht in allen Tarifen auf die Beitragshöhe aus. Es gibt aber einige Gesellschaften, die für bestimmte Altersgruppen besondere Rabattierungen in der Hundehaftpflichtversicherung vorsehen. Ebenso gibt es spezielle Rabatte für bestimmte Berufsgruppen, wie Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst.

Die Rasse des Hundes spielt bei den allermeisten Versicherungen eine wichtige Rolle. Die so genannten Kampf- oder Listenhunde sind oft mit einem erhöhten Risiko für die Versicherung verbunden. Daher werden hier höhere Beiträge verlangt. Auch Hunde, die schon einmal auffällig geworden sind, zum Beispiel, weil es bereits zu einem Biss kam, können oft nur noch gegen preisliche Aufschläge versichert werden.

Die Deckungssummen der Hundehaftpflicht können sich ebenfalls auf den Preis auswirken. Allerdings sollten Hundehalter darauf nicht allzu viel geben. Eine möglichst hohe Deckungssumme für Sach-, Personen-, Vermögens-, Mietsachschäden und Co. sollte immer gewählt werden. Sie führt nur zu leichten Beitragssteigerungen, bietet aber im Fall der Fälle einen wesentlich besseren Schutz.

Besondere Zusatzleistungen, die im Vertrag enthalten sind oder in diesen aufgenommen werden, wirken sich unmittelbar auf den Beitrag aus. Das sollten Hundehalter wissen, wenn sie beispielsweise ihren Hund auch bei Ausstellungen oder Hundesportveranstaltungen optimal abgesichert wissen wollen.

Können sich Alter und Größe des Hundes auf den Beitrag auswirken?

Die Hundehaftpflichtversicherung ist zweifelsohne die wichtigste Versicherung für den vierbeinigen Gefährten. Dadurch kann sich der Halter nämlich vor hohen Forderungen Dritter schützen, denen der eigene Hund einen Schaden zugefügt hat.

Spielt das Alter des Hundes eine Rolle?

Bei der Hundehaftpflichtversicherung muss stets das Alter des Hundes angegeben werden. Es spielt allerdings bei der Berechnung der Beiträge keine Rolle. Diese errechnen sich aus anderen Faktoren. Das Hundealter ist vorwiegend für Hundekrankenversicherungen und Hunde OP Versicherungen von Bedeutung. Diese können in aller Regel für junge Hunde günstig abgeschlossen werden, sofern diese keine chronischen Krankheiten oder Vorerkrankungen aufweisen. Ab einem gewissen Alter des Hundes werden diese Versicherungen entweder gar nicht mehr angeboten oder es werden deutlich erhöhte Beiträge verlangt.

Spielt die Größe des Hundes eine Rolle?

Auch die Größe des Hundes ist nur bedingt von Bedeutung für die Beitragsberechnung. Es kommt hier zumeist auf die Rasse an. So kann ein Irischer Wolfshund sehr günstig versichert werden, obwohl er zu den größten Hunderassen gehört. Ein wesentlich kleinerer American Pitbull Terrier hingegen ist bei vielen Gesellschaften überhaupt nicht versicherbar. Bei anderen wiederum kann er nur gegen einen massiven Preisaufschlag versichert werden. Es kommt also weniger auf die Größe, als vielmehr auf die Rasse des Hundes an.

Weitere Faktoren, die Einfluss nehmen

Für die Beitragsberechnung ist außerdem entscheidend, wie der Hund sich in der Vergangenheit verhalten hat. Kam es bereits zu Vorfällen, wie Bisse von Menschen oder ähnlichem, werden die Beiträge entsprechend steigen oder es wird gar keine Versicherung angeboten. Daher fragen die Gesellschaften oft auch nach einer eventuellen Vorversicherung, die bestanden hat, sowie nach eventuellen Vorschäden innerhalb der letzten fünf Jahre. Zusätzlich wird gefragt, ob die bestehende Vorversicherung seitens der Versicherungsgesellschaft oder des Versicherungsnehmers gekündigt wurde. In ersterem Fall kann eine neue Versicherung den Schutz des Hundes ablehnen. Sie wird sich dabei oft bei der vorhergehenden Versicherung erkundigen, warum es zur Kündigung kam.

Warum sinken die Beiträge, je älter ich als Hundehalter werde?

Auf der Suche nach einer Hundehaftpflichtversicherung sollten natürlich in erster Linie die Leistungen entscheidend sein. Trotzdem muss die Absicherung des treuen Gefährten für den Halter auch noch finanzierbar bleiben. Deshalb ist ein Vergleich zwingend erforderlich und dabei stellt sich schnell heraus, dass die Versicherungsgesellschaften vielfältige Rabatte für bestimmte Personengruppen bieten.

Sonderangebote für junge Hundehalter

So gibt es einige Versicherer, die für besonders junge Hundehalter Spezialtarife zu niedrigen Kosten anbieten. Dabei ist das Alter oft auf 20 bis 30 Jahre begrenzt. Damit wollen die Versicherer zum Beispiel Studenten oder Berufseinsteigern unter die Arme greifen, die noch kein allzu hohes Einkommen aufweisen.

Spezialtarife für die Generationen 40+, 50+ oder 60+

Zusätzlich werden immer häufiger Spezialtarife für Personen jenseits der 40, 50 oder 60 Jahre angeboten. Daher sollte beim Vergleich der Hundehaftpflicht auch stets das eigene Alter angegeben werden, um entsprechende Sondertarife angezeigt zu bekommen.

Allerdings ist zu beachten, dass die Spezialtarife nach Halteralter nicht von jeder Versicherung gleichermaßen angeboten werden. Daher können die Rabatte nur bei einzelnen Gesellschaften in Anspruch genommen werden.

Warum gibt es Ermäßigungen mit zunehmendem Lebensalter?

Die Versicherer gehen davon aus, dass lebenserfahrene Menschen mit zunehmendem Alter vernünftiger werden. Sie übernehmen gezielter Verantwortung für ihren Hund und sollen dadurch wesentlich weniger Schadensfälle bei der Versicherung melden, so die Annahme. Diese geringere Schadenshäufigkeit führt zu geringeren Kosten für die Versicherung. Daher können die Beiträge in solchen Spezialtarifen niedrig gehalten werden.

Die Hundehaftpflicht unterscheidet sich somit von den meisten anderen Versicherungen, die mit zunehmendem Lebensalter immer teurer werden. Denn hier wird nicht der Halter nach seinem Gesundheitszustand und Co. bewertet, sondern nach seiner Vernunft im Umgang mit dem eigenen Tier. Es lohnt sich deshalb mit fortschreitendem Alter auch den bisherigen Versicherungsschutz für den eigenen Hund erneut zu überprüfen, da andere Gesellschaften hier unter Umständen deutlich günstigere Tarife anbieten.

Wie entwickeln sich die Beiträge, wenn ich mehrere Hunde versichere?

Wer mehr als einen Hund in seinem Zuhause aufnimmt und ihm sein Herz schenkt, hat natürlich doppelte Freude. Aber auch doppelte Kosten. So müssen Tierarztkosten mal Anzahl der Hunde gerechnet werden, Futterkosten ebenfalls. Und bei der Hundesteuer steigen die Kosten rasant an, denn in vielen Kommunen wird der Zweithund mit einer höheren Hundesteuer belastet. Doch es gibt auch gute Nachrichten für Mehrhundebesitzer: Die Hundehaftpflichtversicherung kann günstiger werden, wenn ein Zweit-, Dritt- oder gar Vierthund versichert werden soll.

Wie entwickeln sich die Beiträge, wenn ich mehrere Hunde versichere?

Wer mehr als einen Hund in seinem Zuhause aufnimmt und ihm sein Herz schenkt, hat natürlich doppelte Freude. Aber auch doppelte Kosten. So müssen Tierarztkosten mal Anzahl der Hunde gerechnet werden, Futterkosten ebenfalls. Und bei der Hundesteuer steigen die Kosten rasant an, denn in vielen Kommunen wird der Zweithund mit einer höheren Hundesteuer belastet. Doch es gibt auch gute Nachrichten für Mehrhundebesitzer: Die Hundehaftpflichtversicherung kann günstiger werden, wenn ein Zweit-, Dritt- oder gar Vierthund versichert werden soll.

Mengenrabatte in der Hundehaftpflicht

Viele Versicherungsgesellschaften bieten bei der Hundehaftpflichtversicherung, die für mehr als einen Hund abgeschlossen wird, attraktive Rabatte an. Bei einigen Versicherungen sind zum Standardbeitrag sogar gleich mehrere Hunde versicherbar.

Allerdings wird genauso ein Vergleich der Hundehaftpflichtversicherung für mehrere Hunde etwas aufwändiger. Denn für alle Hunde müssen die Angaben zu Rasse, Alter und Geschlecht gemacht werden. Und wer dann noch einen so genannten Kampfhund in seiner Rasselbande unterbringt, muss damit rechnen, dass er diesen nicht mit versichern kann, sondern einen gesonderten Tarif für ihn abschließen muss.

Die Zwinger Hundehaftpflicht als Sonderfall

Einige Gesellschaften bieten sogar eine Zwinger Hundehaftpflicht an. Diese richtet sich aber nicht, wie der Name es vermuten lässt, ausschließlich an Züchter oder an Hundehalter, die ihre Hunde im Zwinger halten, sondern an alle Hundehalter.

Versicherbar sind in aller Regel bis zu vier Hunde, seltener auch mehr. Weitere Hunde können aber zusätzlich gegen Aufpreis mit versichert werden. Versicherungsschutz besteht darüber hinaus auch für den eventuell auftretenden Nachwuchs, ob gewollt oder ungewollt. In der Regel sind die Welpen bis zu drei Monaten kostenfrei mit versichert.  Auch bei der Zwinger Hundehaftpflicht können Mietsachschäden mit eingeschlossen werden und ebenfalls gibt es diese Versicherungen mit verschiedenen Laufzeiten. Dabei gilt die Faustregel: Je länger die Laufzeit, desto günstiger die Beiträge. Grund dafür ist, dass die Versicherer sich von langen Laufzeiten eine lange und intensive Kundenbindung mit regelmäßigen Einnahmen versprechen.

Welche durchschnittlichen Kosten könnten mich erwarten?

Was kostet mich eine Hundehaftpflicht? Eine berechtigte Frage, die sich viele Halter stellen, die vor dem Abschluss dieser unverzichtbaren Versicherung stehen. Pauschale Aussagen sind hier nur schwer zu treffen, da viele verschiedene Faktoren für die Preisberechnung verantwortlich sind. Dennoch soll in den folgenden Tabellen eine beispielhafte Auswahl möglicher Policen für einzelne Fälle nachgebildet werden:

Beispielfälle

  • Fall 1: Versichert wird ein Hund (kein Kampfhund), die Selbstbeteiligung liegt bei 150 Euro, gezahlt wird jährlich
  • Fall 2: Versichert werden drei Hunde, davon ein Kampfhund, auf die Selbstbeteiligung wird verzichtet, die Zahlung der Beiträge erfolgt halbjährlich
  • Fall 3: Versichert wird ein Kampfhundmischling, die Selbstbeteiligung beträgt 250 Euro, die Zahlung erfolgt quartalsweise

Preisbeispiele Fall 1

Bereits ab 3,89 €/Monat* versichert sein!
Direkt, kostenlos und unverbindlich vergleichen!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...